05. September 2017 - 22:45 Uhr

Geschrieben und erstellt von Carsten Kappler

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Bester Allrounder mit 594 Kegel und 710 Punkten: Florian Wagner
Bester Allrounder mit 594 Kegel und 710 Punkten: Florian Wagner

+++ FLORIAN WAGNER BESTER ALLROUNDER +++

 

/// Rheinland-Pfälzische U23 präsentiert sich gut in Karlstadt +++ Florian Wagner spielt 596 Kegel ///

Am 02. September fand in Karlstadt (Bayern) der jährliche U23-Vielseitigskeitswettbewerb (Kegeln, Laufen, Seilspringen) des DKBC statt. Neben Rheinland-Pfalz nahmen auch Württemberg, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Auswahlspieler des U18 Nationalkaders teil.

Wie in den Jahren zuvor war die Landesauswahl gespickt von Talenten der TSG Kaiserslautern. Den mit Abstand besten Eindruck hinterließ Florian Wagner. In der Athletik gewohnt fit und stark, spielte er mit 596 Kegel zudem das beste Ergebnis aller U23 Sportler und setzte sich mit insgesamt 710 Punkten an die Spitze. Zum vierten mal in Folge kegelte ein Sportler der TSG Kaiserslautern das beste Ergebnis der U23 in Karlstadt!
Nachwuchsspieler Lucas Hantke zeigte in der Athletik auch sehr gute Leistungen. 539 Kegel rundeten seinen ersten Auftritt in Karlstadt ab, 651 Punkte. Pascal Nikiel lief ebenfalls in die Punkte und hielt im Seilspringen den Anschluss. Er war mit seinen 556 Kegel nicht zu 100% zufrieden, 623 Kegel in der Gesamtabrechnung.
Stefanie Held vom 1. SKC Offstein war die einzigste Sportlerin für Rheinland-Pfalz. Der kurzfristige Ausfall von Sarah Lehmann konnte leider nicht mehr kompensiert werden. Im Laufen gut in der Zeit, musste Stefanie Held nach fünf Runden aufgeben. 539 Kegel auf der Bahn und 49 Punkte für das Seilspringen bedeuteten 588 Punkte.


Aufgrund der Unterzahl belegte Rheinland-Pfalz ,,nur'' den 5. Platz. Sportwart Carsten Kappler, der für die Landestrainerin Nicole Winicker einsprang, kein Grund zum traurig sein: ,,Hätte Sarah oder eine vergleichbare Spielerin auflaufen können, hätten wir die Mannschaftswertung wahrscheinlich sogar gewonnen. Dies spielt im Grunde aber nur eine untergeordnete Rolle, schließlich schicken wir unsere Sportlerinnen und Sportler zur Sichtung für den Nationalkader nach Karlstadt oder, wie bei Florian und Pascal, um sich den Trainern erneut zu zeigen. Denn beide kämpfen noch um ein WM-Ticket für Cluj im nächsten Jahr. Da wir dieses Jahr nicht am U18-Ländervergleich teilnehmen, hat Nachwuchstalent Lucas Hantke, der sich wieder einem Bundesligaclub angeschlossen hat, die Chance in Karlstadt bekommen und diese genutzt. Unsere Auswahlspieler haben für Rheinland-Pfalz alles gegeben und eine hervorragende Moral an den Tag gelegt''.

 

Stefanie Held und Lucas Hantke erreichten beim Tandem-Mixed noch die zweite Runde und schieden dort mit 0:2 gegen das württembergische Paar aus.


Zum Wettbewerb selbst findet Carsten Kappler deutliche Worte: ,,Grundsätzlich muss dieser von Grundauf neu gedacht werden. Leider hat es auch diesmal nicht funktioniert neue Impulse zu setzen, weswegen Bayern und Südbaden schon nicht mehr teilnahmen. Die U18 einzupflegen mag für diese Spieler schön sein, änderte jedoch nichts an der Wertigkeit der Veranstaltung. Hier wird man sich intensiv Gedanken machen müssen, ansonsten sehe ich für 2018 schwarz''. |ck

22. Juni 2017 - 21:00 Uhr

Geschrieben von Carsten Kappler

+++ ZWEI MEDAILLEN FÜR RHEINLAND-PFALZ +++

 

/// Alisa Bimber steht erneut auf dem Treppchen und gewinnt Silber +++ Franca Dormann kämpft sich zu Bronze +++ Pascal Kappler unterliegt im Halbfinale dem alten und neuen Deutschen Meister +++ Pascal Nikiel und Nico Zschuppe erreichen Viertelfinale ///

Es wurde einiges geboten bei den Deutschen Meisterschaften über 120-Wurf. Zwei Medaillen gab es für Rheinland-Pfalz, unsere Sportlerinnen und Sportler konnten zudem einige sehr gute Platzierungen zum Saisonhöhepunkt erreichen.

 

Setzte sich mit 603 Kegel in der Qualifikation auf den 2. Platz: Pascal Kappler (Foto: Carsten Kappler)
Setzte sich mit 603 Kegel in der Qualifikation auf den 2. Platz: Pascal Kappler (Foto: Carsten Kappler)

Zusammenfassung Männer:
Sehr gut in die Wettbewerbe kam Pascal Kappler (TSG Kaiserslautern). 603 Kegel in der Qualifikation waren der sichere Weg ins Viertelfinale. Hier traf er auf Tobias Saiger (KSC Hattenburg, Württemberg). Nach drei Sätzen war das Halbfinale bereits sicher, 3:0 mit 448:397 Kegel. Endergebnis 3:1 und 564:541 Kegel.
Der erste richtig harte Brocken war nun der Deutscher Meister von 2016, Daniel Schmid vom KV Singen (Südbaden). Im 1. Satz noch recht ausgeglichen, kam Daniel Schmid auf der nächsten Bahn mit seinem ,,Bowlingwurf'' perfekt in jede Gasse, 171:137. Die Chance auf ein Weiterkommen verpasste Pascal Kappler im 3. Satz als er den 29. Wurf vorbei spielte und nicht mehr ins Volle Bild kam, 145:147. Der Ehrenpunkt folgte, mit 1:3 und 577:613 Kegel musste er sich dem alten und neuen Deutschen Meister geschlagen geben der im Finale nochmal 609 Kegel spielte.
Alexander Schöpe (TSG Kaiserslautern) wusste mit den Bahnen in Schkopau überhaupt nichts anzufangen, mit 501 Kegel wurde er Vorletzter in der Qualifikation.

 

Hatte allen Grund zur Freude: Franca Dormann bei der Verkündung ihrer Bronzemedaille (Foto: Carsten Kappler)
Hatte allen Grund zur Freude: Franca Dormann bei der Verkündung ihrer Bronzemedaille (Foto: Carsten Kappler)

Zusammenfassung Frauen:
Ihre derzeitige Topform konnte Franca Dormann (Post SV Mainz) auch in Schkopau unter Beweis stellen. In der Qualifikation belegte Sie mit 552 Kegel einen sehr guten 5. Platz und traf im Viertelfinale auf Nadine Leiott (CSV Siegmar 48, Sachsen). Routiniert und mit ihrer ganzen Erfahrung ging Franca ins Spiel, bereits nach drei Sätzen stand Sie als Gewinnerin fest. 3,5:0,5 und 542:515 Kegel lautete das Endergebnis.
Im Halbfinale sah Franca schon als die sichere Siegerin aus, 2:0 mit 284:256 ihr Vorsprung. Doch Beate Heinrich (KSV Torgau 2010, Sachsen) hatte im 3. Satz die Bahnen fest im Griff, 123:151. Das große Zittern begann und die Sächsin ließ nicht locker. Die Deutsche Meisterin von 2014 spielte ins Abräumen sichere Bilder, kam mit dem letzten Wurf nochmal in die Vollen und siegte 135:131, Endstand 3:1, 542:538.
Es fehlte nicht mehr viel und die Medaille war sicher. Das 4er-Finale mit Kathrin Klose (KV Bad Neustadt, Bayern), Pia Wehling (SV Weidenstetten, Württemberg), Silke Riedel (KKV Saalekreis, Sachsen-Anhalt, Lokalmatadorin) und Franca Dormann war stark besetzt. Im 2. Satz gingen 4 Satzpunkte an Franca, mit 135 Kegel war Sie die stärkste in diesem Durchgang. Danach setzten sich Kathrin Klose und Silke Riedel ab, mit Pia Wehling kämpfte Franca nun um Bronze. Die letzten Würfte brachten die Entscheidung. Eine Neun mit dem 28. Wurf, Pia Wehling kam im Gesamtergebnis nicht mehr ran. Jeweils 8 Satzpunkte, Franca mit 542 Kegel und Pia Wehling mit 533 Kegel bedeuteten die Bronzemedaille für die Mainzerin!
Sabine Krämer (480 Kegel, 1. SKC Offstein) und Simone Hartner (517 Kegel, TSG Kaiserslautern) schieden leider schon in der Qualifikation aus.

 

Gemeinsam erfolgreich: Alisa und Alena Bimber vom ESV Pirmasens (Foto: Privat)
Gemeinsam erfolgreich: Alisa und Alena Bimber vom ESV Pirmasens (Foto: Privat)

Zusammenfassung U23 weiblich:
Die Bimber-Schwestern vom ESV Pirmasens hätten es fast zu einem Novum in der Geschichte der Deutschen Meisterschaften gebracht, beide kämpften mit Celine Zenker (KSV Gräfinau Angstedt, Thüringen) und Franziska Zimmermann (SKC Gaisbach, Württemberg) um Gold. Allein die Tatsache dass es beide ins Finale geschafft haben, ist bereits geschichtsträchtig. Punktgleich (11:11) mit Celine Zenker (577:573 Kegel) gewann Alisa Bimber nach 2016 ihre zweite Einzelmedaille auf nationaler Ebene, diesmal in Silber. Alena Bimber war ebenfalls Punktgleich (9:9) mit Franziska Zimmermann und kam ,,nur'' auf den 4. Platz mit 554:564 Kegel.
Ein äußerst spannendes und knappes Endspiel, indem die beiden Pirmasenserinnen ihr Bundesland und den Verein im höchsten Maße erfolgreich repräsentierten.
Im Halbfinale schlug Alena Bimber bereits die Favoritin und Titelverteidigerin Anna Müller (SV Pöllwitz, Thüringen) mit 3:1 und 603:571 Kegel! Insgesamt spielten beide Schwestern eine sehr gute Deutsche Meisterschaft wenn man alle Runden betrachtet.
Die Landesmeisterin Michelle Krämer (ESV Pirmasens) enttäuschte auch nicht. Im Viertelfinale unterlag Sie mit 1:3 und 558:581 Kegel gegen Victoria Schneider ( KSKV Elbe Elster, Brandenburg).

 

Zusammenfassung U23 männlich:
Bis ins Viertelfinale schafften es Pascal Nikiel (TSG Kaiserslautern) und Nico Zschuppe (TSG Schwabenheim).
Pascal Nikiel empfahl sich mit 593 Kegel in der Qualifikation und traf anschließend auf Marcus Gevatter (TuS Hirschau, Bayern). Im 3. Satz (126:127) vergab Pascal Nikiel die Chance auf den Matchball mit dem letzten Wurf, Marcus Gevatter zog dank des besseren Gesamtergebnis (548:538) nach Satzgleichstand ins Halbfinale ein.
Nico Zschuppes Einzug ins Viertelfinale war ebenfalls deutlich. Sein Gegner und neue Deutsche Meister Dejan Lotina (SF Friedrichshafen, Südbaden) fand besser ins Spiel und war Nico ab dem 2. Satz immer einen Schritt voraus. Am Ende stand es 0,5:3,5 mit 566:599 Kegel.
Florian Wagner (TSG Kaiserslautern, 510 Kegel) und Lucas Reinle (TSG Schwabenheim, 519 Kegel) erreichten nicht das Feld der letzten 16 Spieler.

 

Der Sektionssportwart Carsten Kappler ist sichtlich zufrieden: ,,Meine Prognose hat sich bestätigt, unsere Sportlerinnen und Sportler haben es geschafft sich, unser Land und die Vereine eindrucksvoll in Szene zu setzen. Sicherlich haben sich nicht alle Erwartungen erfüllt, doch in jeder der vier Disziplinen waren wir bis zum Viertelfinale vertreten. Dazu einmal im Halbfinale und dreimal im Finale. Für Rheinland-Pfalz ist dies ein großer Erfolg.
Ich darf vor allem Franca und Alisa für ihre Medaillen beglückwünschen, das war fantastisch! Alena hat sich nach einer eher bescheidenen Saison nochmal eindrucksvoll ins Rampenlicht gerückt. Bei den Männern hielt Pascal Kappler unsere Fahnen hoch. Wäre es gelungen bei der U23 männlich ebenfalls ins Halbfinale einzuziehen, wäre ich vollends zufrieden. Somit bleibt dies ein Ziel für 2018.''